Ginger Red Kale

Was zum Geier ist "Ginger Red Kale"? 

Haben Sie schon mal einen Wein genossen, der in der Nase irgendwie an einen Rossstall erinnerte, der Gaumen aber galoppierte vor Freude an der Komposition der verschiedenen Geschmacksnoten?

Der Duft von Ginger Red Kale erinnert nicht an einen Rossstall. Aber an Kohl. Und Kohl bzw. Federkohl, oder englisch "Kale", ist ein Hauptbestandteil dieses Getränks. Diesen Geschmack mag manch einer, und manch anderer muss sich erst daran gewöhnen. Das war mit Bier, Wein, Kaffee und anderen Genussmitteln kaum anders. Anders ist, dass Federkohl und auch die weiteren Zutaten Ingwer und Apfelsaft auch in grösseren Mengen sehr gesund sind. Letztlich zählt aber nur eines: der Geschmack - und über den lässt sich bekanntlich nicht streiten - ausser man tut es. Dafür sollte Mann/Frau aber zumindest mal probiert haben. Zum wohl!


Für den Ginger Red Kale werden ausschliesslich Bio-Produkte von Schweizer Landwirtschaftsbetrieben (direkt ab Hof) verwendet.

Zutaten:

Kalesaft (roter & grüner Federkohl): 25%. Herkunft: Brunner Eichhof, Aarberg-Spins (www.brunnereichhof.ch)

Apfelsaft (Gravensteiner): 35%: Herkunft: Mosterei Hurni & Sohn, Ferenbalm (www.mosten.ch) und Bioproduzenten im Umkreis von 20km von Ferenbalm.

Ingwersaft: 15%, Herkunft: BioLand Agrarprodukte AG, Steinmaur (www.mueller-steinmaur.ch)

Wasser (kohlensäurehaltig): 25%


 

 

 Liquid Rock 'n' Roll - Cheers!


Man ist, was man trinkt - ein Mix für Herz, Geist & Körper

Kale

Der "Superfood" Kale ist in den USA seit einiger Zeit ein riesen Hype. Man sollte nicht jedem Trend "hingernacheseklä". Dieser Hype ist jedoch daraus entstanden, dass Kale in Sachen gesunde Nährstoffe einen besonderen Platz einnimmt -was wiederum zu überzeugen vermag: Federkohl (Grünkohl) hat mit 8,68 mg β-Carotin/100g den höchsten Gehalt an Betacarotin von allen Lebensmitteln. Grünkohl gehört zu den Kohlsorten mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C, und roher Grünkohl zählt mit ca. 105–150 mg/100 g zu den Vitamin-C-reichsten Lebensmitteln überhaupt. Federkohl ist zudem reich an Vitamin K und B6 sowie an Folsäure. Zudem enthält Kale Ballaststoffe und wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium und positive sekundäre Pflanzenstoffe. In den nährstoffreichen Blättern des Grünkohls steckt außerdem das Flavonoid-Duo Kämpferol und Quercetin. Ihnen wird eine antientzündliche sowie antimikrobielle und herzschützende Wirkung zugesprochen.

Ingwer

Der "Superfood" Ingwer (Heilpflanze des Jahres 2018) ist bei uns schon länger beliebt, erfreut sich aber weiterhin steigender Nachfrage. Wurden im Jahr 2000 rund 264 Tonnen des Gewächses importiert, waren es letztes Jahr bereits über 2000 Tonnen. Die Knolle ist im ungetrockneten Zustand in unseren Gefilden kaum bekannt da diese zu annähernd 100% aus dem Ausland (vor allem China) importiert wird. Für den Ginger Red Kale wird frischer Ingwer aus der Schweiz verwendet.  Die Ingwerwurzel enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shogaolen, besteht. Zubereitungen aus dem „Ingwer-Wurzelstock“ werden antioxidative, antimetische, entzündungshemmende sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet. Zudem wird der Ingwerknolle eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Das ätherische Öl der Ingwerwurzel wirkt durchblutungsfördernd, wärmend und anregend auf die Libido.

Apfel

"An Apple a day keeps the doctor away". Mehr ist dazu nicht zu sagen - ausser vielleicht noch: Der Legende nach inspirierte der Gravensteiner Steve Jobs zur Erschaffung des Apple-Namens. Der Überlieferung nach kam ihm die Idee, als Steve Wozniak Jobs vom Flughafen abholte und sie nach einem gemeinsamen Namen für ihr Unternehmen suchten. Jobs war gerade auf dem Rückweg vom Bauernhof der Kommune seines Freundes Robert Friedland. Gesichert ist auf jeden Fall, dass Jobs einige Zeit seines Lebens damit verbrachte, die Gravenstein-Bäume auf dem Bauernhof seines Freundes Friedland bei Portland in Oregon zu schneiden. Friedland produzierte auf seiner Kommune Apfelwein. Steve Jobs führte zeitweise den Obstanbau und wies die Helfer an, wann und wie sie die Bäume zu schneiden hatten. Eine andere Version erklärt diese Entstehung allerdings aus der Apfelsorte McIntosh der gleichzeitig auch der Name des Betriebssystems von Apple ist. So oder so: Äpfel enthalten ein hohes Mass an Inspiration!



Worauf gründet die Idee, ein Getränk wie Ginger Red Kale zu produzieren?

 

Die Produktivität in der Schweizer Landwirtschaft ist gemessen am Produktionsvolumen pro Jahreseinheit von 1990 bis 2010 um ca. 40% gestiegen. Gleichzeitig sind die Preise, welche die Bauern für ihre Erzeugnisse erhielten, um etwa 25% geschrumpft. Warum haben wir als Konsumenten nichts davon gemerkt? Weil die Preise für Lebensmittel im Handel gleichzeitig um ca. 10% gestiegen sind. Die Nahrungsmittelrohstoffe spielen für die Wertschöpfung in der Nahrungsmittelherstellung und damit auch für die Nahrungsmittelpreise eine stets geringere Rolle. Ein hochverarbeitetes Erfolgsprodukt wie Caffé Latte von Emmi beschert den Milchbauern gerade noch etwa 5 Prozent des Verkaufserlöses. Nur schon in der Verpackung dieses Getränks steckt ein höherer Wertschöpfungsanteil! (Quelle: Prof. Dr. M. Binswanger; Ökonom) 

 

Das «Problem» in der Landwirtschaft ist somit ähnlich gelagert wie in den Entwicklungsländern. Mit Rohstoffen, welche dem globalen Wettbewerb ausgesetzt sind, wie z.B. Kaffeebohnen, lässt sich kaum Geld verdienen. Als ehemaliger Praktikant auf einem Bio-Landwirtschaftsbetrieb habe ich die monetären Konsequenzen selber erfahren können. Die Veredelung, die marktkonforme Verpackung (z.B. in Kapseln) und die Vermarktung sind der eigentliche Nährboden für ein gutes Gedeihen der Rohstoffe bzw. der Geldbörse.

 

Der langen Rede kurzer Sinn: Um bessere Preise für seine Produkte zu erhalten, muss der Landwirt seine Produkte weitestgehend selber veredeln und direkt an den Konsumenten verkaufen.

 

"Ginger Red Kale" ist ein Versuch, einen Schritt in diese Richtung zu gehen. Produkte von regionalen Schweizer Bio-Betrieben werden direkt ab und auf dem Hof veredelt und sollen längerfristig – nach Bekanntmachung via regionale Vertriebsstellen - weitgehend direkt verkauft werden. Für die Produktion des Getränks wurden folgende Kriterien berücksichtigt: Welche einheimischen Produkte erfreuen sich aufgrund der gesundheitsfördernden Nährstoffe einer zunehmenden Nachfrage bei den KonsumentInnen; welche Produkte verbinden sich zu einem intensiven Geschmack und ergänzen sich in den Geschmacksrichtungen bzw. runden sich gegenseitig ab; wie ist der generelle Markttrend: regional, bio, vegan, alkoholfrei (oder als Mixgetränk: 200ml Flaschen) – und nicht zuletzt, welche Zutaten führen zu einem Geschmackserlebnis, welches zu überzeugen vermag, aber sich aus der Masse hervorhebt. Das Resultat heisst: «Ginger Red Kale».